Pfarrei St. Martin

Amberg

Glocken

Die Glocken

"Vivos voco, Mortuos plango, Fulgura frango" Die Lebenden rufe ich, die Toten betrauere ich, die Blitze breche ich."
(Schillers Glocke)

Wie der Turm zur Kirche gehören die Glocken zum Turm. Kirchenglocken hatten in früheren Zeiten eine viel größere Bedeutung als heute. Sie bestimmten den Ablauf des Tages und des Lebens. Sie gaben mit ihrem Glockenschlag die Zeit an, verkündeten den Beginn und das Ende der Arbeit, mahnten zum Gebet, riefen zum Gottesdienst und begleiteten den Menschen von der Taufe, über die Hochzeit bis zum Grab.

Man erwartete von den Glocken, dass sie Gewitter fernhalten und Unheil abwenden. Sie warnten vor dem nahenden Feind und riefen bei Feuersbrünsten die Helfer herbei. Die Glocken waren stets auch der Stolz der Gemeinde.

Im Turm der Martinskirche hängen 9 Glocken. 7 in der Glockenstube über dem Dachfirstes und 2 Glocken in dem Raum über der Uhr. Drei Glocken der Vorgängerkirche aus den Jahren 1318, 1399 und 1405 fanden Aufnahme im neuen Turm. Dazu kamen 2 Glocken in den Jahren 1515 und 1521, und die große Glocke, die der Nürnberger Hans Glockengießer 1537 goss. Sie kostete 810 fl, und wiegt 59 1/2 bayerische Zentner. Die Feuerglocke wurde 1529 gegossen. Zwei weitere Glocken, die nicht mehr im Gebrauch sind, hängen hinter den Schallfenstern über der Uhr.


Hörprobe der Glocken

 
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